Vom Portal zum eigenen Kanal: Wie Iki Sushi Amersfoort 90 % der Bestellungen selbst abwickelt

Während viele Restaurants stark von externen Bestellplattformen abhängig sind, beweist Iki Sushi, dass es auch anders geht. Bei dem Sushi-Restaurant des Unternehmers TK Siu gehen heute durchschnittlich 85 bis 90 Prozent der Bestellungen über die eigene Website ein. Manchmal steigt dieser Anteil sogar auf 100 Prozent.

Dieses Ergebnis kam nicht von allein. Es ist das Resultat jahrelanger Erfahrung in der Gastronomie, einer klaren Vision von Qualität und der bewussten Entscheidung, die Gäste immer häufiger auf die eigene Bestellplattform zu leiten.

Von der Basis lernen

TK Siu kam schon in jungen Jahren mit der Gastronomie in Berührung. Mit fünfzehn Jahren begann er mit einem Nebenjob in der Branche. Zwei Jahre später entschied er, dass er das Handwerk wirklich verstehen wollte.

„Ich fand, wenn ich in der Gastronomie bleiben wollte, musste ich das auch studieren. Ich wollte die wirkliche Basis des Fachs kennenlernen, um ihr später meine eigene Note verleihen zu können.“

Diese Wissbegierde ist nie verschwunden. Inzwischen ist er 38 Jahre alt und immer noch offen für neue Erkenntnisse. Diese Einstellung spiegelt sich auch in der Art und Weise wider, wie er sein Restaurant führt.

Frisch zubereitet, bei jeder Bestellung aufs Neue

Was Iki Sushi auszeichnet, ist der Fokus auf Frische. Fast nichts wird vorab vorbereitet. Die Bestellungen werden so weit wie möglich im Moment der Bestellung zubereitet.

Das erfordert von den Gästen manchmal etwas Geduld, besonders in Stoßzeiten. Dennoch erweist sich gerade dieser Ansatz für viele Stammkunden als wichtiger Grund, erneut zu bestellen.

„Dadurch können die Wartezeiten manchmal länger sein, aber unsere Gäste wissen, dass sie frisch zubereitetes Sushi erhalten.“

Laut TK geht es letztlich um Qualität. Wenn das Produkt gut ist, sind die Gäste bereit, etwas länger darauf zu warten.

Auf der Suche nach mehr Kontrolle

Die Entscheidung für ein anderes System entstand nicht aus einem großen strategischen Plan, sondern aus einer praktischen Frustration heraus. TK arbeitete jahrelang mit einem anderen Kassensystem, bis ein wiederkehrendes technisches Problem für immer mehr Verärgerung sorgte.

Als klar wurde, dass das Problem nicht gelöst werden würde, entschied er sich, nach Alternativen zu suchen.

Gleichzeitig sah er eine Chance, mehr Kontrolle über seine Betriebsführung zu gewinnen. Die wichtigste Motivation war bemerkenswert einfach.

„Kosten sparen. Das Leben ist schon teuer genug.“

Für viele Gastronomen sind Provisionen auf externen Plattformen zu einem festen Bestandteil der Betriebsführung geworden. TK sah das anders. Jede Bestellung, die direkt über die eigene Website eingeht, bedeutet mehr Spielraum für Investitionen in das Unternehmen und in die Zukunft.

Gäste auf den eigenen Kanal steuern

Heute gehen die meisten Bestellungen von Iki Sushi über die eigene Website ein, sowohl zur Abholung als auch zur Lieferung.

Lieferando ist sogar nicht immer eingeschaltet. Regelmäßig erhalten Mitarbeiter Anrufe von Gästen, die denken, das Restaurant sei geschlossen. In diesem Fall werden sie auf die eigene Bestellumgebung verwiesen.

Laut TK geht es beim Online-Bestellen nicht nur um Bequemlichkeit, sondern auch um Möglichkeiten. Über die eigene Website kann er das vollständige Sortiment anbieten, einschließlich neuer Produkte und zeitlich begrenzter Specials.

„Wenn man etwas Leckeres anbietet, sind die Leute oft gerne bereit, dafür etwas mehr Aufwand zu betreiben.“

Das zeigen auch die Zahlen. Im Durchschnitt gehen mittlerweile 85 bis 90 Prozent aller Bestellungen über das eigene Bestellsystem ein. An manchen Tagen wird sogar jede einzelne Bestellung direkt aufgegeben.

Eine Investition, die Zeit erfordert

TK betont jedoch, dass eine eigene Bestellumgebung kein Wundermittel ist. Ein neues System erfordert Zeit, Aufmerksamkeit und Begleitung.

„Es ist nicht so einfach, wie eine Bestellwebsite live zu schalten und sich dann zurückzulehnen.“

Seiner Meinung nach müssen Unternehmer bereit sein, das System gut kennenzulernen und ihre Gäste aktiv dazu zu animieren, online zu bestellen. Erst dann stellt sich der langfristige Effekt ein.

Bei Iki Sushi wird das System durch CashDesk unterstützt, womit Online-Bestellungen, Auftragsabwicklung und tägliche Prozesse zentral verwaltet werden. Für TK ist vor allem die Benutzerfreundlichkeit wichtig. Neue Mitarbeiter müssen nur die Grundlagen verstehen, um damit arbeiten zu können.

An der eigenen Zukunft bauen

Wenn TK in die Zukunft blickt, erwartet er, dass Online-Bestellungen immer wichtiger werden. Die Gäste gewöhnen sich immer mehr an Vorab-Bestellungen und möchten ihr Essen abholen oder erhalten können, wann es ihnen passt.

Für Gastronomen, die noch an einer eigenen Bestellwebsite zweifeln, hat er daher eine klare Botschaft.

„Man muss Zeit investieren, um das System kennenzulernen, und seine Gäste dazu animieren, es zu nutzen. Aber wenn man das gut macht, kann man auf lange Sicht viel im Vergleich zu den Provisionen sparen, die Plattformen berechnen.“

Die Geschichte von Iki Sushi zeigt, dass ein eigener Kanal mehr ist als nur eine Bestellwebsite. Es ist ein Weg, selbst die Beziehung zu den Gästen aufzubauen, Raum für eigene Aktionen zu schaffen und mehr Kontrolle über die Betriebsführung zu behalten.

 

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