85 Prozent der niederländischen Gastronomie verfügen über kein digitales Loyalitätsprogramm. Gleichzeitig geben Gäste, die an einem solchen Programm teilnehmen, im Durchschnitt 20 Prozent mehr pro Besuch aus. Für Take-away- und Lieferrestaurants bedeutet das buchstäblich Tausende von Euro Umsatz, die jeden Monat verloren gehen – obwohl Sie die Daten, um dies zu verhindern, längst in Händen halten.
Dies geht aus einer aktuellen Untersuchung des Kassensystems Scanfie und der Zahlungslösung Klearly unter mehr als 330 Gastronomieunternehmern hervor. In diesem Blog erklären wir, warum gerade Take-away und Lieferung so enorm von einem Loyalitätsprogramm profitieren, welche Chancen Sie derzeit ungenutzt lassen und wie Sie innerhalb eines Monats ein funktionierendes Programm starten.
Der Kern: Wiederkehrende Gäste sind Gold wert
Die Zahlen aus der Untersuchung sprechen eine deutliche Sprache:
- 85 % der Gastronomiebetriebe haben keinerlei Loyalitätsprogramm
- 20 % höhere Ausgaben pro Besuch bei Teilnehmern eines Loyalitätsprogramms
- 51 % der Unternehmer kennen ihre Gäste nur aus Gesprächen und Beobachtungen
- Nur 3 % analysieren das Kaufverhalten tatsächlich mit digitalen Tools
- 36 % messen nicht, ob Marketingmaßnahmen Wirkung zeigen
Für ein Dine-in-Restaurant ist das bereits eine verpasste Chance. Für ein Liefer- oder Abholrestaurant ist es schlichtweg unverständlich – denn Sie haben etwas, das ein traditionelles Restaurant nicht hat: Jede Bestellung ist per Definition eine digitale Bestellung, hinter der ein Name, eine Adresse, eine Telefonnummer und vollständige Bestelldaten stehen.
Warum Take-away und Lieferung der perfekte Kanal für Kundenbindung sind
Bei einem gewöhnlichen Restaurantbesuch wissen Sie oft nicht einmal, wer am Tisch saß. Bei jeder Online-Bestellung wissen Sie es hingegen genau. Damit haben Sie vier große Vorteile gegenüber der klassischen Gastronomie:
1. Sie verfügen automatisch über Kundendaten
Name, Kontaktdaten, Bestellhistorie, Vorlieben, Bestellfrequenz, durchschnittlicher Bestellwert – bei jedem Auftrag fließen diese Informationen in Ihr System. Kein separates Anmeldeformular, kein Barcode-Scanner, keine manuelle Eingabe. Die Daten sind bereits da.
2. Sie können nach Verhalten segmentieren
Wer bestellt jeden Freitag Pizza? Wer hat seit drei Monaten nicht mehr bestellt? Wer gibt im Durchschnitt mehr als 40 € pro Bestellung aus? Wer bestellt nur an Werktagen zu Mittag? Mit diesen Segmenten können Sie gezielte Aktionen durchführen, die sich wirklich rentieren – keine Massenrabatte mehr, unter denen Ihre Marge leidet.
3. Wiederholungsbestellungen sind die Norm, nicht die Ausnahme
Anders als bei einem durchschnittlichen Restaurantbesuch (ein paar Mal pro Jahr) bestellen Stammkunden bei Abholung und Lieferung wöchentlich oder sogar öfter. Ein loyaler Kunde, der 25 € pro Woche ausgibt, ist auf das Jahr gerechnet 1.300 € wert. Verlieren Sie einen, verlieren Sie diesen gesamten Betrag. Gewinnen Sie einen zusätzlichen, gewinnen Sie ihn dazu.
4. Die Marketingkosten sind bereits angefallen
Werbung auf Google, Meta oder über Lieferplattformen kostet Geld. Einen bestehenden Kunden durch eine gut getimte Push-Benachrichtigung oder E-Mail zurückzuholen, ist 5- bis 25-mal günstiger als die Akquise eines Neukunden. Dennoch investiert der Großteil der Gastronomie fast alles in die Akquise und fast nichts in die Kundenbindung.
Was die meisten Restaurants immer noch falsch machen
Die Scanfie/Klearly-Untersuchung zeichnet ein schmerzliches Bild: Unternehmer konzentrieren sich vor allem auf den Moment der Transaktion und nicht auf das, was danach passiert. Jeder Besucher bleibt im Grunde eine einmalige Chance, wenn Sie nicht wissen, wer Ihre Gäste sind.
Die drei häufigsten Fehler:
- Keine Anmeldung beim Bezahlen. Kunden bestellen als Gast, und Sie verlieren sie direkt nach der Transaktion.
- Keine Unterscheidung zwischen Kundentypen. Ein Neukunde und ein treuer wöchentlicher Besteller erhalten denselben generischen Newsletter.
- Rabatt statt Beziehung. Bei Loyalität geht es nicht um Punkte oder Rabatte – es geht um Wiedererkennung und Relevanz. Ein personalisiertes Geburtstagsangebot für das Lieblingsgericht bewirkt mehr als 10 % Rabatt für alle.
Wie Sie in 4 Schritten ein Loyalitätsprogramm für Ihr Liefer- oder Abholrestaurant aufsetzen
Ein funktionierendes Loyalitätsprogramm muss nicht kompliziert sein. Unsere Kunden setzen ein solches innerhalb eines Monats um. So gehen Sie vor:
Schritt 1: Automatische Erfassung von Kundendaten bei jeder Bestellung
Stellen Sie sicher, dass Ihre Bestellwebsite oder -app standardmäßig ein (einfaches) Konto erstellt. Bei CashDesk verknüpfen wir die Online-Bestelldaten direkt mit einem zentralen Kundenprofil – ohne dass der Kunde einen zusätzlichen Schritt bemerkt. Ein schnellerer Bezahlvorgang ist für den Kunden bereits Grund genug, ein Profil zu erstellen.
Schritt 2: Definieren Sie 3 einfache Segmente
Beginnen Sie nicht mit 20 Segmenten. Starten Sie mit diesen drei:
- Neukunden (1 Bestellung): Ziel = zweite Bestellung innerhalb von 14 Tagen
- Stammkunden (3+ Bestellungen in 60 Tagen): Ziel = Bindung + Upsell
- Inaktive Kunden (keine Bestellung in 30+ Tagen): Ziel = Reaktivierung
Schritt 3: Erstellen Sie eine relevante Aktion pro Segment
- Neukunde: Automatische „Willkommen zurück“-E-Mail mit einer kleinen Aufmerksamkeit bei der zweiten Bestellung
- Stammkunde: Monatliches exklusives Angebot für das am häufigsten bestellte Gericht
- Inaktiver Kunde: „Wir vermissen Sie“-Nachricht mit einem attraktiven Anreiz innerhalb von 7 Tagen
Schritt 4: Messen, Lernen, Skalieren
Verfolgen Sie pro Aktion: Öffnungsrate, Konversion zur Bestellung, durchschnittlicher Bestellwert. Streichen Sie, was nicht funktioniert, und verdoppeln Sie, was funktioniert. Die Tatsache, dass 36 Prozent der Gastronomiebetriebe die Effektivität ihres Marketings nicht messen, ist genau der Grund, warum so viele Aktionen ergebnislos bleiben.
Was bringt es konkret?
Rechnen Sie einmal für ein durchschnittliches Abhol-/Lieferrestaurant nach:
| Szenario | Bestellungen pro Woche | Durchschn. Bestellwert | Wochenumsatz | Jahresumsatz |
|---|---|---|---|---|
| Ohne Loyalität | 400 | 22,50 € | 9.000 € | 468.000 € |
| Mit Loyalität (+20 %) | 400 | 27,00 € | 10.800 € | 561.600 € |
| Differenz | +1.800 €/Woche | +93.600 €/Jahr |
Das ist fast eine Tonne zusätzlicher Umsatz pro Jahr – von denselben Kunden, mit derselben Küche, ohne zusätzliche Werbekosten. Für eine Kette oder ein Franchise summiert sich das natürlich noch deutlich weiter auf.
Loyalität als Wettbewerbsvorteil in einem unvorhersehbaren Markt
Steigende Einkaufskosten, höhere Löhne, knapper Arbeitsmarkt, preisbewusste Konsumenten – die Margen in der Gastronomie stehen strukturell unter Druck. In einem solchen Markt sind feste, wiederkehrende Gäste kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Sie bescheren Ihnen planbare Umsätze, niedrigere Marketingkosten und einen Puffer gegen Marktschwankungen.
Die Unternehmer, die jetzt in ein digitales Loyalitätsprogramm investieren, bauen an einer stabileren Umsatzbasis, mit der Wettbewerber ohne Kundeneinblick nicht mithalten können. Und das Schöne ist: Je länger Sie es betreiben, desto wertvoller werden Ihre Daten.
Starten Sie mit CashDesk
Das CashDesk Loyalitätsprogramm ist eine Erweiterung, die Sie nahtlos innerhalb Ihrer bestehenden CashDesk-Bestellwebsite aktivieren können. Da alle Bestellungen bereits über Ihre eigene Website eingehen, müssen Sie keine separaten Tools verknüpfen oder Kundendaten übertragen – alles läuft auf einer zentralen Plattform:
- Integriert in Ihre bestehende CashDesk-Bestellwebsite
- Kundenprofile, die sich bei jeder Online-Bestellung automatisch aufbauen
- Segmentierung nach Bestellverhalten, Frequenz und durchschnittlichem Bestellwert
- Automatisierte E-Mail- und Push-Kampagnen pro Segment
- Vollständig DSGVO-konform und in den Niederlanden gehostet
Das Loyalitätsprogramm ist eine optionale, kostenpflichtige Erweiterung zu Ihrem CashDesk-Abonnement. Für die meisten Liefer- und Abholrestaurants hat sich die Investition innerhalb weniger Wochen amortisiert.
Möchten Sie wissen, wie viel Umsatz Sie mit Ihrem aktuellen Setup liegen lassen? Planen Sie eine kostenlose Demo und wir rechnen es gemeinsam auf Basis Ihrer eigenen Bestelldaten durch – inklusive einer ehrlichen Einschätzung dessen, was das Loyalitätsprogramm Ihrem Betrieb konkret einbringen kann.
Wie viel kostet ein Loyalitätsprogramm für mein Restaurant?
Das CashDesk Loyalitätsprogramm ist eine kostenpflichtige Zusatzfunktion, die Sie innerhalb jeder CashDesk-Bestellwebsite aktivieren können. Die Kosten verdienen Sie in der Regel bereits innerhalb weniger Wochen durch die höheren Ausgaben pro Gast und die gestiegene Anzahl an Wiederholungsbestellungen zurück. Fordern Sie ein unverbindliches Angebot für die aktuellen Tarife an.
Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?
Die ersten Ergebnisse von Reaktivierungskampagnen sehen Sie oft schon innerhalb von 2 bis 4 Wochen. Der volle Effekt (durchschnittlich +20 % Ausgaben pro Gast) baut sich über 3 bis 6 Monate auf, während Sie Ihre Segmente und Aktionen verfeinern.
Ist das DSGVO-konform?
Ja, sofern die Kunden bei ihrer Bestellung ausdrücklich ihre Zustimmung für Marketingkommunikation geben. CashDesk regelt diesen Opt-in standardmäßig im Bezahlprozess.
Funktioniert das auch, wenn ich über Lieferando oder Uber Eats arbeite?
Externe Lieferplattformen behalten die Kundendaten selbst – genau deshalb ist eine eigene Bestellwebsite so wertvoll. Nur über Ihren eigenen Kanal können Sie direkt Kundenbeziehungen aufbauen.
Was, wenn meine Kunden kein Konto erstellen möchten?
Deshalb arbeiten wir mit einem einfachen Profil: Kunden geben nur E-Mail-Adresse und Telefonnummer an und können danach auch weiterhin als Gast bestellen. Kein Passwort-Aufwand, aber vollständige Kundendaten.
Quelle:
Veröffentlicht über Emerce (12. Mai 2026, Industry Wire): https://www.emerce.nl/wire/nederlandse-horeca-twintig-procent-omzet-liggen-door-gebrek-loyaliteitsprogrammas



